Um die Website zu personalisieren und Ihnen den größten Mehrwert zu bieten, verwenden wir Cookies. Unter anderem dienen sie der Analyse des Nutzerverhaltens, um herauszufinden wie wir die Website für Sie verbessern können. Durch Nutzung der Website stimmen Sie ihrem Einsatz zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.



Neue Grundsätze für die Abrechnung von Einkommenssteuervorauszahlungen

PrintMailRate-it

 

12. Januar 2022 ​

 

English version below

 

Am 7. Januar 2022 hat der Finanzminister die Verordnung über die Verlängerung der Fristen für die Erhebung und Abführung von Einkommensteuervorauszahlungen durch einige Steuerzahler unterzeichnet.

 

Die Verordnung ist am 8. Januar 2022 in Kraft getreten und legt den Arbeitgebern als Zahlern – über Nacht – neue Pflichten auf.

 

Methode der Kalkulation von Einkommensteuervorauszahlungen

Einkommenssteuervorauszahlungen, die nach dem 8. Januar 2022 von den Zahlern erhoben werden, sind parallel nach den bisher (bis zum 31. Dezember 2021) geltenden Vorschriften und den durch die Polnische Neuordnung eingeführten neuen Vorschriften zu berechnen. Letztendlich soll der Zahler eine Vorauszahlung in Höhe eines Betrages erheben, der nicht höher ist als der Betrag, den er im Jahr 2021 erhoben hätte.

Hat der Arbeitnehmer im Januar bereits eine Vergütung erhalten, so ist auch die im Januar 2022 erhobene Einkommensteuervorauszahlung nach den „alten Grundsätzen" erneut zu berechnen. Wurde ein höherer Betrag erhoben, so ist der Zahler verpflichtet, dem Steuerpflichtigen die Differenz zu erstatten.

 

Erwähnenswert ist auch Folgendes: Kommt es infolge der Anwendung des neuen Verfahrens zur Erhebung der Vorauszahlungen zu einer Unterzahlung bei der Steuererhebung, so ist der Steuerpflichtige (Arbeitnehmer/Auftragnehmer) in der jährlichen Steuererklärung für 2022 verpflichtet, den Differenzbetrag zwischen der Vorauszahlung nach der Polnischen Neuordnung und der Vorauszahlung gemäß den letztjährigen Vorschriften beim Finanzamt einzuzahlen. Mit anderen Worten wird er diesen Betrag so oder so an das Finanzamt zahlen.

 

Zweifel zu der Verordnung

Wegen:

 

  • der erheblichen Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der neuen Vorschriften, insbesondere der Tatsache, dass Steuerpflichten nicht durch einen niedrigeren Rechtsakt als ein Gesetz geregelt werden dürfen, worauf die Landeskammer der Steuerberater in ihrer offiziellen Stellungnahme vom 9. Januar 2022 hingewiesen hat (https://kidp.pl/aktualnosciall.php/10/7310);
  • der Tatsache, dass die Beachtung der Vorschriften der o.g. Verordnung das Risiko einer finanzstrafrechtlichen Haftung der Steuerzahler nach sich ziehen kann und
  • der Tatsache, dass die Anwendung des Verfahrens zur Erhebung der Vorauszahlungen gemäß der Verordnung eine Änderung der Buchhaltungssysteme und deren Anpassung an neue Anforderungen erfordert (die derzeitigen Systeme wurden an die Vorschriften der Polnischen Neuordnung angepasst, was bei Unternehmen etwa 3 Monate dauerte)

 

möchten wir Ihnen mitteilen, dass die Experten von Rödl & Partner mit der Erarbeitung einer Lösung zur Anwendung der Verordnung bereits beschäftigt sind. Die offizielle Stellungnahme und Empfehlung werden wir Ihnen spätestens Anfang nächster Woche präsentieren.

 

 

English version

 

 

New rules of accounting for income tax advances


The Minister of Finance signed on 7 January 2022 a regulation extending deadlines for payment of personal income tax advances.

 

The regulation entered into force on 8 January 2022 and imposed new obligations on employers-withholders overnight.

 

Calculation of income tax advances

Income tax advances deducted by withholders after 8 January 2022 should be calculated both in accordance with the old regulations (in force until 31 December 2021) and, at the same time, in accordance with the new rules introduced by the Polish Deal. Ultimately, the advance tax deducted by the withholder should not be higher than that which he would have deducted in 2021.

 

If an employee has already been paid his salary in January, the income tax advance withheld in January 2022 should be recalculated also in accordance with the old rules. If it has been withheld in a higher amount, the withholder must refund the difference to the taxpayer.

 

Please note that if tax is underpaid as a result of applying the new system of collecting the advances, the taxpayer (employee/contractor) will be obliged to disclose in the annual tax return for 2022 and pay to the tax authorities the difference between the advance calculated in accordance with the Polish Deal and the advance calculated in accordance with the old rules. So ultimately he will pay that amount to the tax authorities anyway.

 

Doubts regarding the regulation

 In the context of:

 

  • enormous doubts as to whether the new regulations comply with the Constitution, especially concerning the fact that tax obligations cannot be regulated by a legal instrument inferior to a statute, which has been noted by the National Chamber of Tax Advisers in their official opinion dated 9 January 2022 (https://kidp.pl/aktualnosciall.php/10/7310);
  • the fact that compliance with the aforementioned regulation may pose a risk of fiscal crime liability for withholders, and
  • the fact that collecting the advances in line with the regulation requires modifications to accounting software and adjusting it to the new requirements (the current software is now adapted to the provisions of the Polish Deal, which took enterprises approximately 3 months);

 

please be informed that Rödl & Partner experts are working on how to apply the new regulation. We will publish our official opinion and recommendation at the beginning of the next week at the latest.

Kontakt

Contact Person Picture

Anna Pilarska

Tax adviser (Polen)

Senior Associate

+48 22 244 00 08
+48 664 134 097

Anfrage senden

Deutschland Weltweit Search Menu